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Bremen soll eine grüne und lebenswerte Stadt bleiben, in der Klimaschutz einen hohen Stellenwert hat. Kern grüner Verkehrspolitik ist daher, den Umweltverbund zu stärken. Dazu gehört neben dem Ausbau des umweltschonenden ÖPNV auch, die Bedingungen für RadfahrerInnen und FußgängerInnen weiter zu verbessern. Wir setzen uns für die Gleichberechtigung der Verkehrsarten ein. Dabei ist besondere Rücksicht auf die schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen zu nehmen. Kinder, alte Menschen, Mobilitätseingeschränkte, RollatornutzerInnen, RollstuhlfahrerInnen und Kinderwagen verdienen unsere besondere Obacht und damit auch unseren besonderen Schutz. Diese Gleichberechtigung der Verkehrsarten schließt ausdrücklich den Autoverkehr, Wirtschaftsverkehr und Logistik ein. Grüne wollen: mehr umweltfreundliche Mobilität und Barrierefreiheit, weniger Unfälle, weniger Lärm, mehr saubere Luft und mehr Wohnqualität.

Bahnlärm

Bahnlärm kann fast eine Folter für Betroffene sein. Unsere Einflussmöglichkeiten als Land sind beschränkt. Wichtig sind einigermaßen schnell zu realisierende Umgehungsstrecken, damit die Belastungen nicht unerträglich werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir als Bremen unser freiwilliges Lärmminderungsprogramm weiterführen, auch wenn das nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Ralph Saxe spricht
über Bahnlärm
10:02 min












Leiser Verkehr




ÖPNV in Bremen

Mein aktuelles Positionspapier zur Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs aus dem März 2014 in Bremen. Einstimmig beschlossen von der grünen Fraktion. Der gesamte ÖPNV soll bis 2030 elektrisch betrieben werden. Vieles mehr finden Sie hier:

Positionspapier: 10 Thesen zum öffentlichen Nahverkehr in Bremen


Die Rückkehr der Zebrastreifen

Nachdem jetzt gerade zwei neue Zebrastreifen an der Grundschule Oberneuland beschlossen wurden, worüber ich mich sehr freue, haben wir Grüne mit Assistenz der Verkehrswacht Bremen eine kleine Aktion am Nordausgang Hauptbahnhof gemacht. Zusammen mit meiner Kollegin Kirsten Kappert-Gonther und Grünen aus Findorff haben wir probeweise unseren mobilen Zebrastreifen am Nordausgang Hauptbahnhof verlegt. Buten un binnen berichtete mit fundierter historischer Aufarbeitung darüber.



Carsharing auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten

Bis 2020 wollen wir 20000 Carsharing-Nutzer in Bremen. Carsharing befindet sich eher in den zentralen Bereichen von Bremen. Wir möchten, dass das ganze Stadtgebiet von der Nutzung des Carsharings profitiert. Antrag Innenstadtparkhäuser (unter Wirtschaft und Verkehr) Die Innenstadtparkhäuser sind nur in den Spitzenzeiten ausgelastet. Wir regen an, die unteren beiden Etagen soweit möglich besser zu nutzen z. B. für Einzelhandel, da uns in Bremen innenstädtische Einzelhandelsflächen in guten Lagen eher fehlen.

Antrag Carsharing

Innenstadtparkhäuser bedarfsgerecht weiterentwickeln

Die Innenstadtparkhäuser sind nur in den Spitzenzeiten ausgelastet. Wir regen an, die unteren beiden Etagen soweit möglich besser zu nutzen z. B. für Einzelhandel, da uns in Bremen innenstädtische Einzelhandelsflächen in guten Lagen eher fehlen.

Antrag Innenstadtparkhäuser

Bahnhofsumfeld im Umbruch

Der Bahnhofsvorplatz erhält Zuwachs. Dadurch wird eine Neuordnung notwendig. Dabei wird es auch um den Rasenplatz vor dem Übersee-Museum, den Zentralomnibusbahnhof, die öffentlichen Nutzungen aber auch um die verkehrlichen Anbindungen gehen. Da haben wir eine so schöne Radstation und kommen eigentlich legal nur auf Umwegen hin. Der Gustav-Deetjen-Tunnel ist für Fußgänger und behinderte Menschen beispielsweise nur unter Unannehmlichkeiten nutzbar. 

Antrag Bahnhofsumfeld

Mobilität in der Verwaltung

Wir wünschen uns die bremische Verwaltung als sichtbares Vorbild für eine moderne Mobilität. Dafür haben wir viele spannende Fragen aufgeschrieben.

Kleine Anfrage Mobilität in der Verwaltung

Eine Stadt - ein Tarif

Das wird schon lange als ungerecht empfunden. Es gibt zwei Tarife in Bremen für die Regio-S-Bahn. Die Bremen-Norder zahlen zum Beispiel 60 Cents mehr als alle anderen Bremer. Das wollen wir ändern. Nicht mehr: Eine Stadt - zwei Tarife sondern eine Stadt - ein Tarif.

Antrag Eine Stadt - ein Tarif

Fahrradkurierfrühstück?

Radkurierfrühstück

Mit meinen KollegInnen Anne Schierenbeck und Jan Saffe habe ich ein Frühstück für die Fahrradkuriere vor dem Haus der bremischen Bürgerschaft open air ausgerichtet. Wir wollten von den Experten der Situation des bremischen Fahrradverkehrs wissen, was ist gut, wo harkt es, was muss passieren. Die richtig spannenden Ergebnisse haben wir hier festgehalten.

1. Bremer Radkurierfrühstück


Autobahn A281

Bürgerschaftsdebatten über die Autobahn A 281 sind keine eleganten Rededuelle, sondern eher hitzig als witzig. Die CDU, nicht müde dem bösen grünen Verkehrssenator perfide Verhinderungstaktik zu unterstellen, ist einigermaßen überrascht, dass der zäh und erfolgreich mit dem Bund verhandelt hat. Und schlägt nun vor: Den Verhandlungskompromiss mal eben überstürzt anzunehmen. Obwohl eigentlich ihre eigene Unterschrift unter den Kompromiss des sogenannten Runden Tisches eine Konsultierung eben jenes Runden Tisches zwingend gebietet. Denn das Verhandlungsergebnis mit dem Bund unterscheidet sich vom Ergebnis des Runden Tisches. Witzig wird es dann aber doch noch, als der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten mal eben in Berlin anruft (oder angerufen wird) und das gute Ergebnis der Verhandlungen mit dem Bund quasi als das Ergebnis seines entschiedenen Anrufs in Berlin öffentlich umdeutet.



Fussverkehr

Als wir Grünen uns mit unserer Position zum Verkehrsentwicklungsplan 2025 (VEP) beschäftigten, der in den nächsten zwei Jahren erstellt werden wird, fiel eines auf. Die natürlichste Verkehrsart ist in Gefahr, vergessen zu werden und hat auch keine Lobby anders als der Fahrradverkehr, der Autoverkehr und die Wirtschaftsverkehre, die jeweils tausende von Menschen in ihren Verbänden als Mitglied gewonnen haben. Der Verein Fuß e. V. hat gerade mal elf Mitglieder in Bremen. Ich bin eins von ihnen. Durch unser Positionsverkehr "Fußverkehr" gerieten die Belange des Fußverkehrs in den Fokus und bleiben es hoffentlich auch.

Positionspapier Fussverkehr



Bremen – leise Stadt

Am 11. Juli hat es die Landesmitgliedervammlung (LMV) von Bündnis 90/Die Grünen mit überwätigender Mehrheit beschlossen: Das Positionspapier Bremen - leise Stadt. Dazu gab es ein öffentliches Internet-Forum auf der Grünen Internetseite www.gruene-bremen.de und durchweg großes Lob. Der Lärm ist die zweitgefährlichste und dennoch unterschätzte Umweltbelastung mit schlimmen gesundheitlichen Auswirkungen. Deswegen habe ich das sehr umfangreiche Positionspapier auf der LMV vorgestellt und um Unterstützung geworben. Das Thema gehört ganz oben ins öffentliche Bewusstsein. Auch als Selbstschutz...

Positionspapier Bremen – Leise Stadt (Lärmaktionsplanung)



Umstieg auf den umweltschonenden ÖPNV

Wir wollen mehr Menschen für den Umstieg auf den umweltschonenden ÖPNV gewinnen. Dafür bauen wir Straßenbahn-Linien aus. Für die Verlängerung der Linien 1 und 8 werden wir die BürgerInnen im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens zur Klärung noch offener Fragen einbeziehen. Wir setzen uns für verbesserte Taktfrequenzen in den Morgen- und Abendstunden ein. Bremen verfügt jetzt über ein S-Bahn-Netz: leistungsfähig, schnell und kostengünstig. Für finanzschwache Menschen haben wir das Sozialticket eingeführt.

Eine umweltfreundliche und günstige Alternative zum eigenen Auto ist das Car-Sharing, das auch die Parkplatz-Situation in den Stadtteilen entschärft. Um das Car-Sharing auszuweiten, schaffen wir neue Mobilpunkte und binden es bei Neubauvorhaben ein. Wir wollen in dieser Legislaturperiode zwei Stadtteile zu Modellquartieren für Car-Sharing machen. Bis 2020 soll der Anteil von Car-Sharing-NutzerInnen von heute 7000 auf 20.000 gesteigert werden.

Interview mit Ralph Saxe

Fahrradstadt Kopenhagen

Breite Radwege, Express-Routen, grüne Ampeln für Radfahrer: Kopenhagen hat sich ganz auf den Fahrradverkehr eingestellt. Was Bremen von der dänischen Hauptstadt lernen kann, erläutert Verkehrspolitiker Ralph Saxe im Interview.


Ralph Saxe spricht
über die "Fahradstadt"
Kopenhagen als
Vorbild für Bremen
2:51 min

Rechthinweise










Kopenhagen_live?

Fuß- und Radverkehr

Wir wollen den Anteil des Fuß- und Radverkehres erhöhen. Denn das bedeutet mehr Lärmschutz, mehr Klimaschutz und mehr Lebensqualität. Wir wollen Verkehrsknoten radfahr- und fußgänger freundlich gestalten und mehr Fahrradstraßen ausweisen. Überall dort, wo der Fahrradverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist, können laut Straßenverkehrsordnung Fahrradstraßen eingerichtet werden. Für uns ist eine Fahrradtrasse mitten durch die ganze Stadt denkbar, in der der Autoverkehr untergeordnet ist wie es das in Kopenhagen und den Niederlanden schon längst gibt. Alternative Verkehrsmodelle, die mit deutlich weniger Verkehrsschildern auskommen oder die Straße auch als sozio-kulturellen Begegnungsraum begreifen, wollen wir ausprobieren und damit Erfahrungen sammeln z. B. mit Shared Space, verkehrsberuhigte Bereiche oder dem Schweizer Modell der Begegnungsstraßen. Auch zeitweise Umnutzungen sind denkbar. In einem Stadtteil in Bremen werden gerade die temporären Spielstraßen ausprobiert. Ein weiterer folgt.

Die Ampelschaltungen sollen für RadfahrerInnen und FußgängerInnen verbessert werden. Wir machen uns dafür stark, im öffentlichen Raum konsequent Barrierefreiheit zu schaffen.



Tempolimits für weniger Unfälle und Lärm

Verkehrssicherheit spielt für uns eine große Rolle. Wir wollen z.B. durch Tempolimits für weniger Unfälle und Lärm sorgen,
denn zu hohe Geschwindigkeit ist eine der Hauptursachen für Unfälle. Gegenseitige Rücksichtnahme, Blickkontakt, deutliche
Verringerung der Ge- und Verbote und die Einhaltung der Regeln durch die VerkehrsteilnehmerInnen vermindert Umwelt-
belastungen und reduziert Unfälle. Geschwindigkeitsbegrenzungen sorgen gerade in Wohngebieten für weniger Lärm und mehr Sicherheit. Das gehört für uns zu einer familienfreundlichen Stadt dazu. Deswegen wollen wir in Wohngebieten ggf. für weitere Temporeduzierungen unter Beteiligung der Beiräte sorgen. Das Lkw-Führungsnetz soll so überarbeitet werden, dass die AnwohnerInnen von krank machendem Lärm sowie Feinstaub entlastet werden und ein flüssiger Wirtschaftsverkehr gewährleistet ist. Auch entlang der Bahnstrecken muss der Lärmschutz erhöht werden. Auf Bundesebene fordern wir eine Reform des Immissionsschutzgesetzes: So sind u.a. die Lärmsanierungswerte z.B. durch die Abschaffung des Schienenbonus deutlich abzusenken; veraltete Güterwagen müssen konsequent mit lärmarmer Bremstechnik umgerüstet werden; der Erschütterungsschutz muss mehr berücksichtigt werden. Um die nahezu 100.000 Menschen im Umkreis des Flughafens besser zu schützen, muss das Nachtflugverbot eingehalten werden. Die Zahl der Nachtflüge muss deutlich gesenkt werden, Sondergenehmigungen dürfen nur noch in zwingenden Ausnahmefällen erteilt werden. Für Starts und Landungen in der Nachtzeit werden höhere Zuschläge erhoben. Zudem sollen Nachtflüge nur noch
in zwingenden Ausnahmefällen genehmigt werden.


Fernverkehrsnetz und Autobahnring A281

Von der Bahn erwarten wir, dass die Verbindung zwischen Bremen und Bremerhaven verbessert wird. Bremerhaven mit seinen
touristischen Attraktionen muss wieder ans Fernverkehrsnetz angebunden werden. Bremen muss wieder ans Nachtzugnetz angeschlossen werden, außerdem dürfen die IC(E)-Verbindungen nicht gekürzt werden. Die Grünen wollen den Autobahnring (A 281) um Bremen schnellstmöglich schließen, denn er entlastet die Menschen in der Neustadt, Huckelriede und Kattenturm vom Schwerlastverkehr und damit verbundener Schadstoffbelastung. Der Variante 4Süd für den Bauabschnitt 2/2 auf Basis der Ergebnisse des Runden Tisches haben alle Beteiligten zugestimmt. Wir werden zügig die planerischen Voraussetzungen dafür schaffen und mit dem Bund über die Finanzierung verhandeln. Beim Bauabschnitt 4 (Weserquerung) hat das Bundesverwaltungsgericht die Klage gegen den Weser-Tunnel in allen Punkten abgewiesen. Jetzt gilt es, einen konstruktiven Dialog mit den unmittelbar davon betroffenen Menschen aufzunehmen.

Umweltzone

Um die Feinstaub- und Stickoxid-Belastung in der City und Neustadt zu verringern, haben wir eine Umweltzone eingerichtet. Das hat sich bewährt. Es schafft mehr saubere Luft und schützt die Gesundheit insbesondere von Kindern
sowie alten Menschen besser.